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Hochwälder, Fritz

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Zweiter Akt:

Franz Mittermayer sucht einen Nervenarzt in seinem Privatsanatorium auf und stellt den Fall so dar, als wäre nicht er selbst sondern ein Kollege betroffen. Der Arzt erklärt ihm, daß der Mensch ohne weiters imstande ist, solche Erlebnisse zu vergessen, wenn er sie unmittelbar nachdem sie passiert sind, in Alkohol „ertränkt“.
Inzwischen haben die Beamten Poslanetz und Dwornik, die Mittermayer als Mitarbeiter für den Fall angefordert hat, einen Mann ausfindig gemacht, der eventuell als Täter von damals in Frage käme: den Schweinezüchter Heinrich Muff, der mehrmals durch Gewalttätigkeit auffiel. Poslanetz lädt ihn für den nächsten Tag zum Verhör aufs Präsidium vor. Er ist sicher, in Muff den Täter gefunden zu haben, und erhofft sich durch erfolgreiche Ermittlungen eine Beförderung. Der eher schweigsame Dwornik sagt nicht viel dazu.
Mittermayer sucht den Möbelfabrikanten Pokorny auf, der damals in Amsterdam sein Vorgesetzter war. Dieser bestätigt, daß Mittermayer damals Ansje de Goede getötet hat und sich nachher vor Entsetzen über seine eigene Tat sinnlos betrunken hat. Pokorny selbst hat die Tat bewußt gedeckt und verschleiert und an seine vorgesetzte Dienstbehörde die Meldung weitergeleitet, daß die de Goedes nicht gefaßt werden konnten. Er meint, das sei damals für alle die beste Lösung gewesen, weil sie andernfalls nur Schwierigkeiten bekommen hätten.
Pokorny belastet die Tat von damals in keiner Weise. Er erzählt Mittermayer, daß er den damaligen Einsatz zusammen mit Josef Hainzl absolviert hat, der jetzt einen Buschenschank betreibt.
Auch diesen sucht Mittermayer in der Folge auf. Obwohl Hainzl behauptet, sich noch an alles zu erinnern, stellt sich letztlich heraus, daß auch Hainzl alles verdrängt hat. Er sagt bloß: „Was geht uns das noch an, wer schert sich drum?“ Als er bemerkt, daß Mittermayer das Bewußtsein um diese lang zurückliegende Tat nun wieder belastet, bezeichnet er ihn als „Nervenbinkel“.
Mittermayer betrinkt sich, geht nach Hause und macht seiner Frau Anna auf drastische Weise klar, daß er ein Mörder ist.

Dritter Akt:

Anna Mittermayer will eigentlich immer noch nicht wahrhaben, was längst klar ist. Sie tut die Mitteilungen ihres Mannes vom vergangenen Abend als Unsinn ab, den er im Rausch phantasiert hat.
Obwohl der Kriminalbeamte Poslanetz sein möglichstes tut, um Heinrich Muff des Mordes an Ansje de Goede zu überführen, gelingt es ihm nicht. Sein Kollege, der Rayonsinspektor Dwornik hat inzwischen herausgefunden, daß Muff von 17. Oktober bis 23. November 1942 infolge eines Motorradunfalles in einem Amsterdamer Krankenhaus lag. Er kann es also gar nicht gewesen sein.
Außerdem hat sich Mittermayer durch sein Verhalten mehrmals verdächtig gemacht. „Der beste Mitarbeiter ist und bleibt der Täter“, sagt Dwornik. Er verspricht Mittermayer aber auch, ihn nicht zu verraten. Dwornik schätzt die Situation folgendermaßen ein: Mittermayer hatte damals einen Befehl zu befolgen. Er war und ist kein schlechter Mensch. Die damaligen Umstände sind verantwortlich für das was passiert ist. Er rät Mittermayer, Herrn de Goede die Wahrheit zu sagen. Dieser hat ja von vorneherein zugesagt, nicht an einer Strafvervolgung des Täters interessiert zu sein.
Aber dazu fehlt Mittermayer letztendlich der Mut. Er kommt bei der Verfolgung eines lange von der Polizei gesuchten Mörders ums Leben. So muß am Ende Dwornik Herrn de Goede im Hotel Imperial aufsuchen und ihm mitteilen, daß man den Mörder seiner Tochter wohl gefunden hat, daß er aber leider nicht mehr am Leben ist - und daß es sich keineswegs um einen außergewöhnlich grausamen und brutalen Menschen handelte, sondern um einen anständigen und unter Freunden und Kollegen hoch angesehenen Bürger.

  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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