Title:

Hochwälder, Fritz

Description:  Fritz Hochwälder (1911-1986) war einer der meistgespielten österreichischen Bühnenautoren nach 1945. Viele seiner Werke wurden am Wiener Burgtheater uraufgeführt.
Author:Wilhelm Pratscher
deutsch
  
ISBN: 3492271022   ISBN: 3492271022   ISBN: 3492271022   ISBN: 3492271022 
 
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Fritz HOCHWÄLDER
(1911-1986)


Fritz Hochwälder war einer der meistgespielten österreichischen Bühnenautoren nach 1945. Viele seiner Werke wurden am Wiener Burgtheater uraufgeführt.


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Fritz HOCHWÄLDER

HOCHWÄLDER wurde 1911 in Wien als Sohn eines Tapezierermeisters geboren. Nach dem Besuch des Untergymnasiums kam er zu seinem Vater in die Lehre. Seine Bildung erweiterte er durch den Besuch der Volkshochschule. Seine erste Tragödie, Jehr wurde 1932 in den Wiener Kammerspielen uraufgeführt. 1939 flüchtete er in die Schweiz, die er, über den Rhein schwimmend, von Vorarlberg aus erreichte. In Zürich traf er 1944 mit Georg KAISER zusammen, der aus Deutschland geflohen war und sein Schaffen beeinflußte. Er starb 1986 in Zürich.

HOCHWÄLDER war ein Verteidiger der klassischen Dramaturgie und legte Wert auf die Wahrung der Einheiten von Zeit, Raum und Handlung. Da er mehrmals Stoffe aus
der (Zeit)geschichte aufgriff, kann man etliche seiner Stücke dem Dokumentartheater zuordnen.

Zu seinen bekanntesten Werken zählen:
  • Das Theaterstück Das heilige Experiment (1943), das nach dem Krieg ein Welterfolg wurde und HOCHWÄLDER schlagartig berühmt machte. Das Stück nimmt eine Mittelstellung zwischen historischer Tragödie und Problemdrama ein. Den Stoff lieferte der von 1609 bis 1767 in Paraguay bestehende Jesuitenstaat, der als der sozialste Staat der Welt Aufsehen erregte, für 170.000 Indios ein ideales Gemeinwesen war und am 16. Juli 1767 zu bestehen aufhörte.
  • Das Zeitstück Der Flüchtling (1945) behandelt das Thema der moralischen Scheinheiligkeit, des politischen Opportunismus. Es geht um das Schicksal eines jungen Franzosen, der zum Arbeitseinsatz während des Krieges nach Deutschland deportiert werden soll. Auf der ‘Flucht gerät er in das Haus eines Grenzwächters, dessen Frau sich auf seine Seite stellt und mit dem Fremdling ihren Mann verläßt.
  • Meier Helmbrecht (1946) behandelt anhand einen mittelalterlichen Stoff.
  • Der öffentliche Ankläger (1948) spielt in der Französischen Revolution und ist ein Drama der Anklage gegen den Terror der Diktatur, der ein dauerndes Töten zur Folge hat.
  • Das Drama Donadieu (1953) basiert auf der Ballade Die Füße im Feuer von Conrad Ferdinand MEYER und spielt in der Halle eines Schlosses in Südfrankreich. Donadieu, dem die Begriffe Ehre, Gerechtigkeit und Ritterlichkeit heilig sind, hält an ihnen auch fest, als der Mörder seiner Frau ihn um ein Nachtquartier bittet. Er fügt sich dem Gebot Gottes - „Mein ist die Rache“ - und verzichtet selbst auf Rache.
  • Die Herberge (1955) ist eine dramatische Legende, die irgendwo im Norden, vielleicht im baltischen Raum spielt. Diese Herberge ist symbolisch gedacht als ein Ort der Begegnung, den alle Menschen aufsuchen müssen.
  • Das Mysterienspiel Donnerstag (1959) zeigt die Gefahr der Gleichförmigkeit, den Verlust der menschlichen Individualität. Das Spiel knüpft formal an das Wiener Volksstück an, während thematisch der Fauststoff und die Jedermann-Legende Pate gestanden sind.
In den sechziger Jahren wandte sich HOCHWÄLDER dem politischen Zeitstück zu.
  • Der Himbeerpflücker (1965) beschäftigt sich mit dem alten und dem neu aufkommenden Rechtsradikalismus in der österreichischen Provinz.
  • Auch das Schauspiel Der Befehl (1967) leistet einen Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. In gewisser Weise erinnert es an den Öffentlichen Ankläger.

  
Das Licht des Nordens. (Broschiert)
von Jennifer Donnelly,
Angelika Felenda
Siehe auch:
Die Teerose.
von Jennifer Donnelly
Was längst vergessen schien.
von Sara MacDonald
Das verlorene Lächeln.
von Cai Emmons
Damals in jenem Sommer.
von Barbara Keating
 
   
 
     
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